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Mission Off-Season: Klugheim – Der vertikale Garten

Mission Off-Season: Klugheim – Der vertikale Garten

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„Erst durch die Pflanzen wird alles authentisch und lebendig“, ist Michael Jost überzeugt. „Diese florale Patina verleiht jedem Themenbereich seinen ganz individuellen Charakter.“ Für den Gartendesigner ist die Bepflanzung im Phantasialand deshalb ein elementarer Bestandteil des Gesamterlebnisses. Dabei bildet eine dauerhaft grüne Grundbepflanzung das Gerüst für die Individualität jedes einzelnen Themenbereichs. Dank der klimatischen Bedingungen in der Kölner Bucht, in der das Phantasialand liegt, kann dieses Vorhaben optimal umgesetzt werden: „Durch die milden Winter und die gemäßigten Sommer haben wir hier die Möglichkeit, über das ganze Jahr mit immergrünen Pflanzen zu arbeiten. Diese Grundbepflanzung ergänzen wir drei Mal im Jahr mit individuellen Farben für jeden Themenbereich.“ Zusätzlich zu diesen regelmäßigen Erneuerungen werden immer wieder einzelne florale Großprojekte umgesetzt – so wie aktuell in Klugheim.

Die bestehende Pflanzenlandschaft dieser Themenwelt fügt sich perfekt ein zwischen die anthrazitfarbenen Schienen der Weltrekordachterbahnen TARON und RAIK, die urigen Holzgebäude sowie die groben, grauen Basaltfelsen. So verströmen der schwarze Schlangenbart, der sich wie ein Teppich über den Boden ausbreitet, oder die rote Blutbuche, die ihre dunkelroten Blätter in die Lüfte streckt, einen mystischen Charakter voller Geschichte und Tiefe. In dieser außergewöhnlichen Themenwelt herrschen scheinbar raue Wetterbedingungen. Hier sind Naturkräfte am Werk, die die Klugheimer als Lebensgrundlage zu nutzen wissen. Aber nicht nur die menschlichen Bewohner von Klugheim haben sich ihrer Umgebung angepasst, auch die Pflanzen sind auf diese Bedingungen perfekt eingestellt und zehren ebenfalls von der unter der Oberfläche brodelnden Energie.

Auch der imposanten grünen Wand in Klugheim, die den erweiterten Anstellbereich des Multi-Launch-Coasters TARON abschließt, verleihen wir nun noch ein intensiveres Wesen. „Die neuen Pflanzen werden eine sehr lebendige, dreidimensionale Ebene bilden in diesem vertikalen Garten“, sagt Michael Jost. Die Herausforderung dabei ist die exponierte Lage der Wand. „Die Pflanzen sind hier einer extremeren Witterung ausgesetzt, als jene am Boden. Deshalb haben wir sehr robuste Pflanzen ausgewählt, die diese Bedingungen meistern. Das wird auch optisch sehr ansprechend aussehen.“ Nun bilden bald unter anderem der rote Fruchtstand des Essigbaumes und die dunkelroten Blüten der fingerblättrigen Akebie, auch Klettergurke genannt, zusammen mit dem dunkelgrünen Efeu und dem kriechenden Wacholder eine ganz eigene, aber deutlich erkennbare Klugheimer Atmosphäre.

LKW-Ladungen von Kletterpflanzen, Sträuchern und Bäumen nimmt Michael Jost in Empfang und koordiniert die aufwendige Bepflanzung der gesamten Wand in Klugheim. Nicht nur für die Pflanzen ist der vertikale Garten eine Herausforderung, auch für die Mitarbeiter ist diese Lage etwas ganz Besonderes. Mit einem Hubsteiger wird jede einzelne Pflanze immer höher und höher transportiert, genau zu der Stelle, die der Gartendesigner auserkoren hat. „Das muss alles eine natürliche Anordnung haben, darf aber dabei nicht einfach nur eine Kopie von etwas Bestehendem sein, sondern muss seinen ganz eigenen Wuchs bilden“, so Michael Jost. Dabei überlegt sich der Gartendesigner, was hier in Klugheim unter den kreierten Bedingungen gedeihen kann und schafft damit eine eigene Klugheimer Flora, die bald dreidimensional aus dem vertikalen Garten herauswächst.

Wie die ersten Pflanzen mithilfe des Hubsteigers hier eingesetzt werden, seht ihr in unserem Video!

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