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Mission Off-Season: River Quest – in Stein gemeißelt

Mission Off-Season: River Quest – in Stein gemeißelt

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„Wir lassen Neues alt aussehen“, scherzt Annette Pieck, Projektleiterin im Phantasialand, und meint damit die aktuelle Gestaltung des Wasserstrudels unserer Rafting-Bahn „River Quest“. „Die Umgebung des Strudels muss so aussehen, als ob die Wassermassen hier schon eine Ewigkeit ihr kraftvolles Werk vollbringen und sich die Natur ihren Platz zurückerobern würde.“ Was hier einst stand, ist nur noch in Fragmenten vorhanden. Davon zeugen die steinernen Wächter und verwitterten Stützpfeiler entlang der Fahrrinne. Um diese Umgebung derart beeindruckend in Szene zu setzen, ist die portugiesische Firma Universal Rocks mit der Umsetzung all der Vorgaben von Annette Pieck betraut. Während die Experten bereits im letzten Jahr die außergewöhnlichen Basaltfelsen in Klugheim erschaffen haben, wird auch das Mauerwerk von „River Quest“ mit Spachteln, Schwämmen und Pinseln eindrucksvoll bearbeitet. Was aussieht wie jahrelanger Verwitterung ausgesetzt oder wie durch rohe Naturgewalt in Windeseile zerstört, sind von Menschenhand präzise geformte Kunstwerke: So entstehen verkrustete Oberflächen mit abgeplatztem Putz, so breiten sich Moose und Flechten auf den Steinen aus.

Die Gestaltung einer außergewöhnlichen Thematisierung erfordert dabei einen liebevollen Blick fürs Detail und im Fall von „River Quest“ auch auf die Natur selbst. „Wir arbeiten bis ins kleinste Element, wie zum Beispiel bis zu diesen filigranen Wurzeln, die sich an der rauen Maueroberfläche emporhangeln“, sagt Annette Pieck. „Alles wirkt sich auf das Gesamterlebnis aus, auch wenn es nicht sofort oder bewusst wahrgenommen wird. Gerade der Wasserstrudel von „River Quest“ bietet uns viele Möglichkeiten, den Charakter dieser besonderen Attraktion zu gestalten. Die tatsächliche Natur dient uns da als bestes Vorbild. Das muss alles realistisch aussehen, um eine schlüssige Atmosphäre zu erschaffen.“

Und das ist wahrhaftig der Fall. Was hier zum Teil den Anschein echten Holzes macht, basiert auf einem verschweißten Stahlgerüst, einem darüber angebrachten Kunststoffnetz und Zement, der von den Experten von Universal Rocks präzise bearbeitet wird. „Die Stützpfeiler sehen ganz schön morsch aus, mit tiefen Kerben und abgebrochenen Kanten. Was hier geschaffen wird, ist beeindruckend realistisch und von echtem Holz optisch nicht zu unterscheiden. So wie wir es haben wollen“, sagt die Projektleiterin stolz.

Optisch beeindruckend ist auch die Verzierung der früheren Bauelemente. Neben dem in Rot und Grün gestalteten Fries entlang der Außenmauer und den rautenförmigen Ornamenten zwischen den einstigen Fenstern im Mauerwerk, sind zudem in den Stein gemeißelte Sechsecke erhalten geblieben. Man erzählt sich, dass die einstigen Erbauer mit diesen Formationen dem Klugheimer Basalt huldigten, der ebenfalls in sechseckigen Säulen in den Himmel ragt.

Comment(11)

  1. Wow das die Details schauen beeindruckend aus. Ich hoffe, das auch die Aufzüge nun einen solch verbitterten Charachter bekommen haben. Die alten Kabinen würden ja nun zu neu Wirken. Fackeln im Aufzug? 😀

  2. Tolle Arbeit, die Universal Rocks hier wieder leistet! Wahre Künstler!
    Bekommen wir auch was von den neuen Felsen in Afrika zu sehen in der „Mission Off-Season“?

  3. Einmal mehr belegt das Phantaialand seinen Führungsanspruch in der europäischen Freizeitparkwelt. Die Perfektion bis in Detail übertrifft alles, was in anderen Parks, auch im weltweiten Vergleich, geboten wird. Was hier an Thematisierungsaufwand betrieben wird zeigt nur umso mehr, wie sehr den Machern, Künstlern und Kreativen von Phantasialand daran gelegen ist, sich von allen anderen Parks abzusetzen. Mit Erfolg! Wer Phantasialand betritt, lässt die normale Welt draußen und genießt den Zauber eine magischen Welt voll Phantasie! Das ist der Grund, weshalb ich seit über 40 Jahren immer wieder im Rahmen meiner Parkbesuche, Tagungen und Events von Phantasialand begeistert bin und mich immer wieder wie ein kleines Kind auf den Park freue. Einzigartig und unvergleichlich!
    Kurz: Es gibt Freizeitparks, und es gibt Phantasialand!

  4. Es ist toll das Fahrgeschäfte so detailliert gestaltet werden.
    Wahrscheinlich wird es den normalen Besuchern kaum auffallen. Das merken nur Stammgäste.

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