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Von Pirouetten, schwingenden Hüften und Highschooldramen

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Das Ice College 2018 – eine Abschlussfeier auf Kufen

Bei Eiskunstlauf habe ich sofort spektakuläre Sprünge auf der Olympia-Eisfläche im Kopf. So etwas jedoch mitten im Phantasialand zu erleben, war eine echte Überraschung für mich. Bei der Eiskunstlaufshow Ice College 2018 flitzen die Kufen rasant übers Eis, heben stilvoll zu gekonnten Sprüngen ab und laden euch zu einer mitreißenden Abschlussfeier auf der spiegelglatten Eisfläche der Arena de Fiesta ein!

Eine Story, die jeden in seine Schulzeit zurück versetzt

„Feiert nun mit uns die größte Abschlussparty aller Zeiten!“, ertönt es aus den Lautsprechern, bevor die „Abschlussklasse auf Kufen“ über die Eisfläche flitzt. Das Ice College bringt tatsächlich alles mit sich, was „High School Musical“-Fans und „Girls Club“-Liebhaber so schätzen: Die Zicken-Clique, die augenscheinlich die ganze Schule regiert und dank des schauspielerischen Talents der Eiskunstläufer für einige Lacher sorgt. Die Cheerleader, die mit Vorliebe einen der Starbasketballer an ihrer Seite wissen. Die Sportler, die nahezu jeder Mitschülerin den Kopf verdrehen – und natürlich die Nerds und Außenseiter, die am Ende des Tages die eigentlichen Helden der Geschichte sind. Selbstverständlich darf auch eine kleine Lovestory nicht fehlen, die jeden in ihren Bann zieht…

Höchstes Niveau charmant verpackt

Als die ersten Eiskunstläufer scheinbar federleicht von der Eisfläche abheben, höre ich ein leises „Wow“ um mich herum. Die spektakulären Sprünge sitzen perfekt und die schnelle Pirouette bringt mich ganz schön zum Staunen. Unweigerlich schleicht sich das Olympiabild wieder in meinen Kopf – Wahnsinn, was die Eiskunstläufer hier leisten! Ein kleiner Junge neben mir verfolgt derweil mit leuchtenden Augen das Geschehen auf der Eisfläche und fiebert richtig mit den Nerds mit. Die anspruchsvollen Eiskunstlaufelemente, die sich perfekt mit der Story vereinen, bewirken genau das, was eine Phantasialand-Show ausmacht: Höchstes Niveau, verpackt in eine mitreißende Story, die sowohl Jung als auch Alt in ihren Bann zieht.

Auch die ausgefeilten Tanzchoreografien sind genau aufeinander abgestimmt – da wird der Basketball sogar aus dem Sprung heraus noch taktgenau geworfen! Choreografin Simone Alexander hat wirklich das Beste aus jedem Einzelnen herausgeholt und mit ihrer jahrelangen Erfahrung die einzelnen Elemente wirkungsvoll miteinander kombiniert. Und spätestens als „der Star der Basketballmannschaft“ ganz Michael Jackson-like die Hüften schwingt und Moves  á la Justin Timberlake aufs Parkett – ähm pardon – aufs Eis legt, möchte ich am liebsten sofort mitttanzen.

Perfekt kombinierte Musik

Ich muss ein wenig schmunzeln, als direkt zu Beginn der Show „What time is it“ aus High School Musical erklingt. Sofort fühle ich mich in meine Schulzeit zurückversetzt und habe ein bisschen das Gefühl, von meiner Schulbank aus zuzuschauen. Clevere Mashups und abwechslungsreiche Coverversionen bringen frischen musikalischen Wind aufs Eis. Während sich zum Beispiel die hohen Stimmen der Bee Gees ins Ohr schleichen, erklingt auf einmal zeitgleich ein Song von Pink Floyd. Auch der Megahit „Sweet dreams“ kommt nicht in seiner ursprünglichen Form, sondern als mystisch anmutendes Akustik-Cover im Marilyn Manson Style daher. Gemischt mit Gute-Laune-Popsongs wie „Uptown Funk“ macht das raffinierte Musikkonzept richtig Spaß und bringt alle Showbesucher bis in die hinterste Reihe zum Mitfühlen, Mitklatschen und manchmal sogar Mittanzen.

Eure Darsteller hautnah

Gerade noch auf der Eisfläche, stehen dann plötzlich drei Darsteller direkt neben mir. Mitsamt Schlittschuhen sind sie mal eben über die Bande gesprungen, haben noch kurz mit meinem Sitznachbarn abgeklatscht und machen nun, nur wenige Meter von mir entfernt, mit der Choreografie weiter. So nah war ich einem professionellen Eiskunstläufer definitiv noch nie. Als dann die letzte Pirouette gedreht ist und unser begeisterter Applaus langsam verstummt, warten die Darsteller sogar noch am Rand der Eisfläche. Bei einem Meet and Greet können wir sie ein bisschen kennenlernen und das ein oder andere Foto als Andenken mitnehmen.

Nach knapp 30 Minuten Ice College hat sich ein ganz neues Bild von Eiskunstlauf in meinem Kopf dazugesellt. Ein Bild, das Show und Profieiskunstlauf perfekt verbindet – und ein Bild, das ein Zitat meines Vaters in meinen Kopf zurückruft: „Eigentlich könnten wir auch mal nur für die Shows ins Phantasialand fahren. Alleine dafür lohnt sich das schon“.

 

Noch mehr phantastische Showerlebnisse gibt es hier:

„‚JUMP!‘: Der Feinschliff“

„Mr. Showbiz und der unheimliche Jack“

„Ein Brite sorgt für Action“

 

 

 

 

Gina Dollen Hat ihre Kindheit Jahr für Jahr auf lustigen Wildwasserbahnfotos festgehalten. Liebt als Musikerin die Melodien in jedem einzelnen Themenbereich und könnte den ganzen Tag damit verbringen, Colorado Adventure zu fahren.

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