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Welcher ist der beste Platz in einer Achterbahn?

Welcher ist der beste Platz in einer Achterbahn?

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Für viele ist es eine klare Sache: die erste Reihe ist der beste Platz in einer Achterbahn! Ganz so klar ist das aber gar nicht. Denn das kommt ganz darauf an, woran ihr am meisten Spaß habt! Wollt ihr die perfekte Aussicht? Den absoluten Thrill? Oder steht ihr auf die goldene Mitte? Wir sagen euch, welcher Platz am besten zu euch passt!

Über das Fahrgefühl

Der Spaßfaktor einer Achterbahn hängt nicht nur mit der maximalen Geschwindigkeit zusammen. Stellt euch mal vor, ihr fahrt mit 50 km/h auf freier Strecke geradeaus – eher langweilig, oder? Mit derselben Geschwindigkeit zwischen zwei eng stehenden Felswänden hindurch zu fahren, ist schon etwas ganz anderes. Die Gestaltung einer Achterbahn spielt also eine große Rolle für das Fahrgefühl. Der weltweit schnellste Multi-Launch-Coaster TARON im Phantasialand zum Beispiel ist auch deshalb so beeindruckend, weil ihr nach dem atemberaubenden Start haarscharf an den dunklen Basaltfelsen der mystischen Themenwelt Klugheim vorbeirast.

Das Geräusch der Räder. Die Schienen, die an euch vorbeirauschen. Und der Fahrtwind in den Haaren – all das beeinflusst euer Gefühl für die Geschwindigkeit der Achterbahn. Wenn ihr in der ersten Reihe sitzt, kommt euch die Fahrt schon allein wegen der freien Sicht rasanter vor als weiter hinten.

Am wichtigsten für euer Fahrgefühl sind aber die Beschleunigungen. Zum Beispiel der kraftvolle LSM-Launch bei TARON oder der First Drop nach dem Lifthill der Black Mamba, des mehrfach ausgezeichneten Inverted Coasters im Phantasialand. Aber auch jedes Mal, wenn die Achterbahn schneller oder langsamer wird, in eine Kurve oder einen Looping fährt, nimmt euer Gleichgewichtsorgan das wahr. Und dann wird es richtig lustig!

Für Abenteurer: Die erste Reihe

Stellt euch vor, ihr sitzt in der Black Mamba. Erste Reihe. Mit der Nase im Wind und weit offenen Augen saust ihr durch den afrikanischen Dschungel. Kopfüber rast ihr an sandigen Felsen vorbei, entdeckt einen Wasserfall und streift beinahe ein kleines afrikanisches Dorf. Dieser unverstellte Blick auf Afrika ist ein ganz besonderes Abenteuer – und der Looping erst!

In einem Looping gibt es zwei bestimmte Punkte, an denen die höchste Kraft auf die Achterbahn wirkt: bei der Einfahrt und der Ausfahrt. Die g-Kräfte, die ihr an diesen Punkten spürt, hängen von der Geschwindigkeit ab, mit der ihr diese Stellen passiert. Und da kommt der Platz in der Achterbahn ins Spiel. In der ersten Reihe nämlich werdet ihr vom Gewicht des restlichen Zuges praktisch in den Looping hineingedrückt. Wenn ihr ganz vorne sitzt, spürt ihr also bei der Einfahrt am Punkt mit der höchsten Kraft eine größere Beschleunigung als eure Freunde weiter hinten. Denn bis die nächsten Reihen diesen Punkt der Achterbahn erreichen, hat sie durch den Anstieg im Looping bereits etwas an Geschwindigkeit verloren.

Ähnlich ist es bei den sogenannten Airtime-Hügeln, die ihr zum Beispiel mit TARON erleben könnt. Auf diesen Hügeln werdet ihr nicht in euren Sitz gepresst, sondern hebt im Gegenteil von eurem Sitz ab – und erlebt dieses unvergleichliche Kribbeln im Bauch! Diese negativen g-Kräfte nennt man „Airtime“. Und die ist in der ersten Reihe besonders intensiv. Denn auch hier werdet ihr vom Rest des Zuges den Hügel „hinaufgedrückt“.

Fazit: Wenn ihr gern mit Schwung in den Looping oder den Airtime-Hügel startet und dabei den Ausblick genießt, beweist ihr echte Abenteuerlust. Willkommen in Reihe 1!

Für Thrill-Seeker: Die letzte Reihe

In der letzten Reihe lasst ihr euch einfach mitreißen! Vom höchsten Punkt aus gesehen ist die Fahrt ins Tal im letzten Wagen rasanter als weiter vorn. Denn hier profitiert ihr vom Schwung der gesamten Achterbahn. Mit jedem Wagen vor euch, der eine Kuppe überquert, wird die Achterbahn schneller – und ganz hinten saust ihr dann mit Höchstgeschwindigkeit über den Hügel in die Tiefe!

Besonders gut lässt sich das im Phantasialand beim Mine Train Colorado Adventure beobachten. Vom ersten Lifthill aus geht es bergab in die sonnigen Schluchten und dunklen Minenschächte Mexikos. Während ihr im hinteren Wagen noch gemächlich den Hügel hinaufgezogen werdet, hat der erste Wagen die Kuppe schon passiert – und bewegt sich gaaanz langsam ins Tal. Mit jedem Wagen, der folgt, wird der Mine Train etwas schneller. Und wenn ihr dann als Letzte über den Hügel saust, habt ihr schon richtig Geschwindigkeit aufgenommen – und spürt auch die größte Beschleunigung an dieser Stelle.

Kommen wir nochmal auf den Looping zurück: Wenn ihr in der letzten Reihe der Black Mamba sitzt, spürt ihr in der Ausfahrt des Loopings, also einem der Punkte mit der am höchsten wirkenden Kraft, die stärkste Beschleunigung. Hier profitiert ihr wieder von diesem „Mitreißeffekt“, weil ihr die Ausfahrt schneller passiert als die Sitzreihen vor euch.  

Fazit: Wenn ihr euch gern rasant in den Abgrund stürzt und euch von der Kraft einer Achterbahn mitreißen lassen wollt, seid ihr echte Thrill-Seeker. Und bereit für die letzte Reihe!

Für Entdecker: Die goldene Mitte

Vorne und hinten wirken die intensivsten Beschleunigungen in einer Achterbahn. Und in der Mitte? Da erlebt ihr die ausgeglichenste Fahrt – weil dort vereinfacht gesagt die maximal wirkenden Kräfte von vorne und hinten aufeinandertreffen und sich gegenseitig abschwächen. Das ist ideal für Einsteiger und alle, die eine Achterbahn erstmal vorsichtig austesten wollen!

Ihr seid mit euren Kindern im Phantasialand und wollt zum ersten Mal gemeinsam RAIK, den schnellsten Family-Boomerang der Welt, erleben? Dann tastet euch doch langsam ran an die rasante Vorwärts- und Rückwärtsfahrt durch Klugheim – und setzt euch in die Mitte! Hier bekommt ihr ein gutes Gefühl für die Achterbahn, ohne, dass ihr direkt die stärksten Beschleunigungen spürt. An den Punkten, an denen die stärksten Kräfte der Achterbahn wirken, seid ihr auf den mittleren Plätzen nie mit der höchsten Geschwindigkeit unterwegs – das heißt, über die ganze Fahrt gesehen erlebt ihr die geringste Beschleunigung (und damit die geringsten g-Kräfte, über die wir euch hier demnächst noch mehr erzählen).

Fazit: Wenn ihr eine Achterbahn auf die eher sanfte Art für euch entdecken wollt, seid ihr in der goldenen Mitte genau richtig!

Natürlich geht es beim richtigen Platz in der Achterbahn um mehr als die vorderen, hinteren oder mittleren Plätze. Das Fahrgefühl variiert tatsächlich von Sitz zu Sitz. In der Black Mamba zum Beispiel kommt es auch darauf an, ob ihr innen oder außen sitzt. In einem langen Zug ist der „Mitreißeffekt“ in der letzten Reihe deutlicher zu spüren als in einem kurzen Zug. Es ließe sich noch so viel fachsimpeln. Aber hey, verratet uns doch einfach euren Favoriten! Was ist euer Lieblingsplatz in Black Mamba, Taron und Co? Wir sind gespannt auf eure Kommentare!

Rebecca Kranz Liebt die Mäusejagd bei „Maus au Chocolat“ und hatte nach der ersten Fahrt mit TARON butterweiche Knie. Ist kein Gourmet, hat aber viel übrig für leckeres Essen. Trinkt so gut wie nie Kaffee. Fährt lieber an den Strand als in den Skiurlaub. Kommt ins Phantasialand seit sie klein ist – und ist jetzt Teil des Teams.

Comment(12)

  1. „Black Mamba“ nur erste Reihe. In den anderen wird mir schlecht. 🤢

    „Colorado Adventure“ oder auch „Temple of the Night Hawk“ ist hinten Pflicht. Warum sollte man die ersten 50 Meter den Hügel „runtergezogen“ werden. 🤷

    „Taron“ ist mir relativ egal, solange ich nochmal und nochmal fahren kann. Da lohnt es sich nicht ne Stunde für die erste Reihe anzustehen, wenn man als Singlerider in der Zeit 3x und mehr fahren kann. 😁

    1. Wir finden auch, dass TARON in jeder Reihe ein echtes Erlebnis ist! Und klar, der Singlerider ist ein guter Tipp. Aber mit deinem besten Freund in der ersten Reihe zu sitzen und die atemberaubende Fahrt durch Klugheim gemeinsam zu genießen, ist auch etwas ganz Besonderes!😊

  2. Taron: am liebsten linker Platz (wegen der Erfrischung am Wasserfall) und mittlere Reihe
    Colorado: letzte Reihe, rechte Seite (wegen dem nahen Bodenkontakt bei den Kurven am Ende)
    Fear & Force: Rückwärts bei der Abfahrt
    Black Hawk: letzte Reihe
    Raik: letzte Reihe
    Black Mamba: erste Reihe außen

    1. Toll, dass du in jeder unserer Achterbahnen einen Lieblingsplatz hast! 😊 Und weil es im „Temple of the Night Hawk“ wirklich seeehr dunkel ist, haben wir auch nichts gegen den Spitznamen „Black Hawk“. 😉

  3. colorado adventure letzte Reihe, Taron und Black Mamba erste Reihe: bei Black Mamba wird mir in den anderen Reihen schlecht, weil ich da nicht genug sehe; in der Taron ist egal welche Reihe, ist immer hammer 🙂

  4. Taron immer erste Reihe – vor allem weil man nur die Wahl zwischen erste Reihe und nicht erste Reihe hat. Bei Black Mamba immer abwechselnd, und beim Rest immer hinten.

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